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Arbeitskreis Archäometrie

Herzlich Willkommen auf den Seiten des Arbeitskreises Archäometrie am Institut für Anorganische Chemie der Leibniz Universität Hannover!

Der Arbeitskreis Archäometrie stellt eine Untergruppe des Arbeitskreises Analytik von Prof. Vogt dar.

Porträt

Goldschatz von Gessel - copyright Volker Minkus, NLD

Der hier vorgestellte Arbeitskreis beschäftigt sich mit interdisziplinären Forschungen an der Schnittstelle Naturwissenschaften und Archäologie. Die Symbiose dieser Disziplinen wird Archäometrie genannt. Die Forschungsschwerpunkte des Arbeitskreises liegen dabei auf der Archäometallurgie. Diese stellt einen Zweig der Archäometrie dar, welcher besonders in den letzten Jahren wichtige Entwicklungen erfahren hat. Sie beschäftigt sich mit Fragen zum Beginn der Metallverarbeitung in der Geschichte der Menschheit (wann, wo und wie verbreitet) und hilft die frühesten Handelswege besser zu verstehen. Dadurch können wichtige Rückschlüsse auf Völkerwanderungen und die Entwicklung der verschiedenen kontinentalen Zivilisationen gezogen werden. Die Rekonstruktion der kulturellen Bedeutung der Metalle und der zugehörigen Prozesse in ihren Gesellschaften ist wichtig zum Verständnis der menschlichen Entwicklung. Gleichzeitig hilft die Archäometallurgie im Rahmen des Zweiges Provenienzbestimmung die Analyseverfahren- und -geräte weiter zu entwickeln, was auch für die Lagerstättenerforschung (Rohstoffsuche) relevant ist.

Bronzezeitliche Sonnenscheibe, Lunula und Goldbecher aus dem Landesmuseum Hannover

Eine weitere Spezialisierung der Archäometallurgie stellt die Numismetallurgie bzw. Numisanalytik dar, die sich speziell mit Fragen zu historischen Geldsystemen (Barren, Münzen und Primitivgeld) beschäftigt. Dieser recht neue Forschungszweig wird im vorgestellten Arbeitskreis intensiv beforscht und ist relevant für Forschungen in Archäologie, Geschichtswissenschaften und Numismatik. Die im Rahmen der Forschungen im Arbeitskreis entwickelten neuen Analyseverfahren sind ebenfalls dem Münzhandel und Münzsammler von Nutzen, insbesondere im Hinblick auf Echtheitsbestimmungen.

Die Forschungsschwerpunkte auf einen Blick:
• Provenienzanalytik der Metalle Eisen - Kupfer - Silber - Gold
• Erstellung von Datenbanken mit Spurenelementfingerabdrücken und Isotopenverhältnissen
• Entwicklung der Laserablation

Bronzezeitliche Goldobjekte aus dem Landesmuseum Hannover

Ein weiteres Ziel der Arbeitsgruppe ist es im Rahmen diverser interdisziplinärer Projekte die Archäometrie besonders in Niedersachsen voranzutreiben und auf fachlich hohem Niveau dauerhaft zu etablieren. Methodisch soll die Laserablation so entwickelt werden, dass in Hannover alle in der Wissenschaft für die Provenienzbestimmung benutzten Isotopensysteme (z.B. Pb) zuverlässig und dauerhaft etabliert ermittelt werden können. Weiterhin soll genau untersucht werden, inwieweit sich die bisher wenig erforschten Osmium-, Eisen- und Zinkisotopenverhältnisse für die Provenienzanalytik eignen. Der interdisziplinäre Aspekt umfasst den Anstoß für die technischen und methodischen Entwicklungen durch die Archäologie und deren konkrete Fragestellungen.

Zeitungsbericht zur Tätigkeit an der Universität.